Studien, Analysen, Hintergrundinformationen

Eine Übersicht aktueller Veröffentlichungen zum Thema Frauen am Arbeitsmarkt finden Sie hier. 

Arbeitsmarktsituation für Frauen und Männer 2021

Die Erwerbsneigung und Erwerbsbeteiligung von Frauen und Männern sind in Deutschland in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Nur in wenigen Ländern Europas ist die Erwerbsbeteiligung insgesamt und insbesondere von Frauen so hoch wie in Deutschland. Frauen und Männer sind jedoch sehr unterschiedlich in den verschiedenen Formen der Erwerbstätigkeit vertreten. So sind beispielsweise Minijobs nach wie vor eine Frauendomäne. Solche und viele weitere Daten und Fakten finden sich im neuen Bericht der Bundesagentur für Arbeit.

Den vollständigen Bericht lesen Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit.

Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland in ausgewählten Branchen

Der Report des WSI der Hans-Böckler-Stiftung fragt nach dem Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in ausgewählten Einzelbranchen des deutschen Arbeitsmarktes. Es werden Zahlen und Fakten zum Stand der Gleichstellung in einzelnen Branchen des Produktions- und Dienstleistungsbereiches geliefert – und zwar in Hinblick auf Bildung, Erwerbsarbeit, Arbeitszeit und Einkommen. Damit knüpft der Report an die deutschlandweite Analyse von ausgewählten Gleichstellungsindikatoren an (Lott et al. 2022) und verfolgt das Ziel, erste Erkenntnisse zum Stand der Gleichstellung in Einzelbranchen zu liefern und branchenbezogene Unterschiede der
Gleichstellung von Frauen und Männern aufzuzeigen.

Den Report "Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland in ausgewählten Branchen" finden Sie hier.

Equal Pay Day Journal 2024

Noch immer arbeiten Frauen fast dreimal so häufig in Teilzeit wie Männer, da meist Frauen den Großteil der Care-Arbeit übernehmen. Diese Diskrepanz bei der Arbeitszeit ist mitverantwortlich für den Gender Pay Gap von 18 Prozent. Was muss sich ändern, damit Care-Arbeit, Erwerbsarbeit und Freizeit paritätisch aufgeteilt werden können? Ist die 4-Tage-Woche eine Lösung oder verkürzte Vollzeit? Was können Jobsharing oder Digitalisierung dazu beitragen? Um diese Fragen geht es im Equal Pay Day Journal 2024.

Gleichstellungsbericht fordert: Mehr Frauen in die Digitalbranche

Frauen in Deutschland sollten künftig stärker von den Chancen profitieren können, die sich aus der Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft ergeben. So lautet eine zentrale Forderung aus dem dritten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung. Noch tun sie es nach Auffassung der Experten nicht: Nur 16 Prozent der Frauen arbeiten bislang in der Digitalbranche. Das müsse sich ändern, so die Autoren des Sachverständigengutachtens. Dieses umfasst mehr als 100 Handlungsempfehlungen, die sich an die Politik in Bund, Ländern und Kommunen sowie die Zivilgesellschaft richten.

Dass 84 Prozent der Beschäftigten in der IT-Branche Männer seien, nannte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Fraktion, Nadine Schön, „erschreckend“. Die mangelnde Gleichstellung in der IT-Branche sei „ein gewaltiges Problem“, und es habe wirtschaftliche Konsequenzen: Diversität sei schließlich ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Unternehmens, so Schön. Angesichts des Fachkräftemangels könne man sich „den Luxus“ nicht leisten, auf Frauen zu verzichten.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie auf der Seite des Deutschen Bundestages.

Den dritten Gleichstellungsbericht können Sie hier als PDF einsehen.

HSBN Niedersachsen 2022

Neben der pandemischen Situation hat sich seit dem Frühjahr 2022 durch den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine die soziale Lage in Deutschland weiter angespannt. Die Preissteigerungen und die stark gestiegenen Energiepreise, machen sich gerade in einkommensschwachen Haushalten im hohen Maße bemerkbar. Vor allem Kinder und Jugendliche sind armutsgefährdet, was mit der Einkommensarmut der Eltern verknüpft ist. Besonders stark von Armut betroffen sind Familien von Alleinerziehenden. Hier lag das Armutsrisiko mit 41,1 % sogar rund viermal so hoch wie bei Paaren mit weniger als drei Kindern. Diese und viele weitere Angaben finden sich in dem aktuellen Bericht der Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN).

Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern

Eine nachhaltige und zielorientierte Gleichstellungspolitik lässt sich am besten auf Basis gesicherter Daten sachlich begründen und umsetzen. Einen großen Beitrag dazu leistet bundesweit der inzwischen vorliegende „4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland" (Stand Juli 2020), der das Ziel hat, die Entwicklung der Gleichstellung seit Herausgabe der ersten Version 2009 zu verfolgen. Mit jeder Aktualisierung waren auch eine Weiterentwicklung des Atlas und die Aufnahme neuer Indikatoren verbunden. Eine wesentliche Änderung besteht bei der nun vorliegenden aktuellen Version in der Zusammenfassung der Indikatoren mit Bezug zur „Erwerbs- und Sorgearbeit“ zu einem eigenständigen Kapitel.

Mehr Informationen gibt es auf der Seite des Seite des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung.

Publikationen und Projekte rund um „Frauen in der Arbeitswelt“

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforscung (IAB) hat eine Sonderseite für seine Publikationen und Projekte zu dem Thema „Frauen in der Arbeitswelt“ zusammengestellt. Sie beinhalten auch zahlreiche weitere Aspekte wie Erwerbsentscheidungen und Bildung, Kinderbetreuung und Pflege oder Arbeitszeit und flexible Arbeitsmodelle. Zudem werden die Situation von Frauen in der Grundsicherung und die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Frauen beleuchtet. Diese Sonderseite finden Sie hier.

BMFSFJ-Dossier: Kinder, Haushalt, Pflege - wer kümmert sich?

Frauen gehen aufgrund der Übernahmen von Sorgearbeit seltener einer Erwerbsarbeit nach, die sie bis ins Alter finanziell absichern wird. Männer sind weniger an der Sorgearbeit beteiligt, ohne die gesellschaftliches Leben und wirtschaftliches Wachstum gar nicht möglich wären. Warum entwickeln sich die Lebensläufe auseinander? Warum werden Menschen zu „Sorgepersonen“ oder zu „Erwerbspersonen“? Welche Faktoren beeinflussen die Verteilung der unbezahlten Sorgearbeit? Und wie lässt sich die Sorge- und Erwerbsarbeit gerechter aufteilen? Das Dossier des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) findet Antworten auf diese Fragen. Es fasst die Ergebnisse eines Forschungsberichts zusammen.

Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland

Wo es bei der Gleichstellung der Geschlechter Fortschritte gegeben hat und wo nicht, beleuchtet anhand von 28 Indikatoren und aktueller Daten ein neuer Report, den das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung vorlegt hat. Die Auswertung zeigt: Bei schulischer und beruflicher Qualifikation sowie bei der Beteiligung an Weiterbildung haben Frauen im Durchschnitt ein höheres Niveau als Männer erreicht. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen liegt aktuell (Ende 2020) aber noch um rund 7 Prozentpunkte niedriger. 

Yvonne Lott, Dietmar Hobler, Svenja Pfahl, Eugen Unrau: Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland. WSI-Report Nr. 72, Februar 2022. Der Report steht auf der Website des WSI zum Download bereit.

Weitere Informationen der Hans-Böckler-Stiftung

Auf der Webseite der Hans-Böckler-Stiftung finden Sie Informationen zum Thema Arbeitsmarkt aus Gendersperspektive. www.boeckler.de/de/geschlechtergerechtigkeit.htm

ESF

ESF — Europäische Förderung für Niedersachsen

Die Bezeichnung ESF steht für Europäischer Sozialfonds. Der ESF ist seit über 60 Jahren Europas wichtigstes Instrument zur Förderung der Beschäftigung und sozialer Integration in Europa. In der Förderperiode 2021-2027 wird der ESF zum ESF Plus. Weiterhin wird das Ziel verfolgt, die Beschäftigungs- und Bildungschancen für alle Menschen in der EU langfristig zu verbessern. Aus den Mitteln werden in Niedersachsen u.a. die Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft gefördert.

Gefördert durch: Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
Kofinanziert von der Europäischen Union