Der DGB schreibt auf seiner Homepage:
- Ein Großteil der befragten Frauen ist lediglich in Teilzeit erwerbstätig, obwohl viele von ihnen über eine hohe berufliche Qualifikation verfügen.
- Der Hauptgrund für Teilzeitarbeit bei Frauen ist unbezahlte Sorgearbeit: 57 Prozent der teilzeitbeschäftigten Frauen geben Kinderbetreuung als Grund für Teilzeit an, 19 Prozent die Pflege von Angehörigen.
- Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist oft schlecht: 39 Prozent der erwerbstätigen Frauen in Vollzeit geben an, häufig Schwierigkeiten mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu haben. Bei Frauen in Teilzeit sind es 27 Prozent.
- Mangelnde Vereinbarkeit geht mit Erschöpfung einher: Fast die Hälfte der Frauen gibt an, nach der Arbeit (sehr) häufig erschöpft zu sein. Bei den Frauen, die häufig Schwierigkeiten mit der Vereinbarkeit haben, geben 80 Prozent an, häufig nach der Arbeit erschöpft zu sein.
- Betriebliche Maßnahmen können Vereinbarkeit verbessern: Frauen, die von einem (sehr) hohen Maß an Unterstützung des Arbeitgebers bei Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen berichten, erfahren auch seltener Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit. Auch die Nutzung von Mobilem Arbeiten geht mit weniger Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit einher.
Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, wo Arbeitgeber und Politik im Rahmen der Fachkräftesicherung ansetzen können. Um die Frauenerwerbstätigkeit zu fördern, müssen Frauen von der unbezahlten Sorgearbeit entlastet werden. Das geht nur, wenn Familienpflichten zwischen Männern und Frauen gerechter verteilt werden und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert wird.
Den gesamten Text sowie die Studie finden Sie auf der Seite des DGB.
